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Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater 2022

Autor*innen sind jährlich eingeladen, sich um eine Nah dran!-Förderung für ein Stückentwicklungsprojekt im professionellen Kindertheater zu bewerben. Mit dem Förderprogramm Nah dran! sollen Autor*innen mit Theatern zusammengebracht werden, um neue Kooperationen zu bilden und sich gemeinsam für neue Theatertexte für das Kindertheater zu engagieren. Durch die Förderung der Zusammenarbeit von Autor*innen mit diversen Abteilungen der Theater, insbesondere der Regie, sollen Stückentwicklungsprozesse ermöglicht und die neuen Theatertexte für das Kinderpublikum auf die Bühne gebracht werden.

Für den Jahrgang 2022 der Nah dran!-Stipendien haben wir die bisherigen Ausschreibungsbedingungen verändert und die Auswahl in zwei Phasen durchgeführt:

  1. Aus den eingesandten Bewerbungen bestimmt die Jury bis zu zehn Stückideen für eine Shortlist.
  2. Aus dieser Auswahl können sich dann Theater für die Kooperation mit einer*einem Autor*in bewerben. Die Jury wählt schließlich in einer zweiten Jurysitzung bis zu vier Autor*innen aus, die nach der Bestätigung des kooperierenden Theaters ein Auftragshonorar von jeweils 8.000 Euro für die Entwicklung eines neuen Stückes erhalten. Die beteiligten Theater erhalten einen projektbezogenen Zuschuss von jeweils 1.000 Euro, mit dem ermöglicht werden soll, dass die Autor*innen an dem Entwicklungs- und Inszenierungsprozess im Theater beteiligt werden können.

Geförderte Projekte 2022

Annalena Küspert in Kooperation mit dem Theater Aalen
„Popp! Stolizei!“ oder „Gibt’s ein Wachtmeister, Herr Problem?“

In dem Stück über Regeln, Verbote und die Frage: Warum eigentlich (nicht)? sollen sich drei bis fünf Spieler*innen hoffentlich lustvoll mit den ungeschriebenen Gesetzen des Alltags von Kindern auseinandersetzen. Sie spielen nach, kehren um, blicken auf allgemeine gesellschaftliche Vorstellungen vom Kind-Sein, Mädchen-Sein, Junge-Sein und – wo der Text mit der nötigen Offenheit für kollektive Entstehungsprozesse dazu einlädt – auch auf selbst Erlerntes. Immer mit der Frage: Warum eigentlich (nicht)?


Franziska Werner in Kooperation mit dem Landestheater Eisenach
AMEISE AUF WELTREISE (AT)

Ein Braunbär beauftragt eine Feuerameise, seinem Eisbärencousin 19. Grades einen Brief zu überbringen. Der Braunbär selbst ist zu alt für die Reise und setzt sein ganzes Vertrauen in die Feuerameise. Diese bittet daraufhin die einzigen Tiere, die ihr nicht aus dem Weg gehen, um Hilfe: Frau und Herrn Panda. Obwohl sich die Beiden nur äußerst ungern bewegen, willigen sie in die Reise zum Nordpol ein. Sie überstehen Abenteuer, können schließlich sogar den richtigen Eisbären ausfindig machen und ihm seinen Brief überreichen. Dieser erfährt von seinem entfernten Verwandten, dass die Eisbären umziehen müssen. Auf der Erde wird es bald zu warm sein, das Eis wird schmelzen und die Heimat der Eisbären zerstören.

Andreas Mihan in Kooperation mit dem LUTZ – Theater Hagen
ZWILLING

Nachdem ein Mädchen ohne Namen in einem seltsamen Land erwacht, erklärt ihr der Grashüpfer Karl Eduard von Frischwasser – einst Geiger von Weltruhm – dass es sich in seiner Fantasie verloren hat. Das Mädchen versucht, zurückzukommen, findet jedoch keinen Ausgang aus dieser seltsamen Gegend. Einzig der Zwillingsjäger Serge, der die vergessenen Zwillinge der Menschen sucht, bietet ihr seine Hilfe an. Als Serge tatsächlich den Zwilling des Mädchens findet, kehrt sie mit dessen Hilfe zurück und nimmt ihre neuen Freunde in ihrer Fantasie mit in die richtige Welt.

Till Wiebel in Kooperation mit dem Jungen Theater Konstanz
ES BLA EINMAL (AT)

Das Stück erzählt von den vermeintlichen Mängelexemplaren dieser Welt und ist jenen gewidmet, die sich immer ein bisschen missverstanden oder selbst wie ein Missverständnis fühlen. Dafür entwirft der Text einen Kosmos zwischen Parallelwelt, Labyrinth und Endstation. Das Stück bricht und überschreibt vorformulierte Bilder und Figuren mit dem sprachspielerischen Prinzip, sie falsch zu verstehen und lässt die schrägen Charaktere lernen, sich in allen Ungereimtheiten und Widersprüchlichkeiten selbst zu feiern. Dabei befragt es den Stellenwert und die Tradition des Märchens im Theater für junges Publikum.


Ausschreibung für Bewerbung von Autor*innen

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Ausschreibung für Bewerbung von Theatern

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Pressemitteilung zur Juryauswahl (25.01.2023)

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Kontakt

Gabriela Mayungu,
Prof. Dr. Gerd Taube
Projektleitung
069 296661-13
nahdran@kjtz.de

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